Laut Polizei wurde in der Nacht vom 25./26. April eine Hauswand im Bereich des Johanniskirchhofs in Mügeln mit rechtsgerichteten Parolen beschmiert.
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Unbekannte schändeten das Ehrenmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten in der Parkstraße.
In der Nacht von Freitag zu Sonnabend versuchten mehrere Mügelner (Neo)nazis, welche unter anderem mit Schlagringen, Elektroschockern und Sandhandschuhen bewaffnet waren, gewaltsam in ein Mehrfamilienhaus, in welchem auch mehrere alternative Jugendliche wohnen, einzudringen. Gegen 23.00 Uhr zog eine Gruppe von ca. 10 (Neo)nazis, rechte Parolen grölend, vom „Filmriss“, einer von Mügelner (Neo)nazis häufig frequentierten Bar/Kneipe, zu dem besagten Mehrfamilienhaus. Dabei kletterte einer der (Neo)nazis über ein Vordach auf den Balkon eines der betroffenen Jugendlichen und versuchte hier die Scheiben einzuschlagen. Hierbei stellte sich dieser eben so ungeschickt, wie bei der anschließenden Flucht an. Ein Sprung vom Balkon in die Arme zweier seiner „Kameraden“, welche ihn fangen sollten, misslang und mit einem gebrochenen Bein blieb er glücklicherweise der einzige Verletzte.
Gegen 2 Uhr in der gleichen Nacht versuchten erneut mehrere (Neo)nazis in das Mehrfamilienhaus einzudringen. Nach etlichen Versuchen gelang es ihnen, die Eingangstür einzutreten und sie erreichten das Treppenhaus. Glücklicherweise gelang es ihnen nicht, direkt in die Wohnung eines der Jugendlichen einzudringen.
Kritisiert werden muss in diesem Zusammenhang auch das Verhalten der alarmierten Polizei. Diese nahm zwar immerhin die Personalien von einigen der Angreifer auf, fielen des Weiteren jedoch durch Desinteresse auf. So machten die „Freunde und Helfer“ deutlich, dass ein „Rechts-Links-Konflikt“, so der O-Ton der Beamten, sie überhaupt nichts angehe.
Gegen 1.00 Uhr zerschlägt ein bekannter Mügelner (Neo)nazi die Scheibe der Eingangstür eines nicht-rechten Jugendlichen und verletzt sich dabei selbst leicht. Der herbeigerufenen Polizei gegenüber gestand der Täter auch gleich die begangene Sachbeschädigung.
In der Nacht von Freitag zu Sonnabend warfen Unbekannte in Mügeln die Eingangstür eines Wohnhauses ein. In diesem Haus wohnt auch ein als alternativ geltender Jugendlicher, welcher bereits mehrfach zur Zielscheibe rechter Drohungen und gewalttätigen Übergriffen wurde, weshalb ein neonazistischer Hintergrund wahrscheinlich ist. Des Weiteren wurden in dieser Nacht bei mehreren nicht-rechten Personen aus Mügeln „Anti-Antifa“-Flugblätter bzw. Papierschnipsel in deren Briefkästen hinterlassen.